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Glucosamin und Chondroitin – die beste Kombi für Knorpel?

4 min Lesezeit

Glucosamin und Chondroitin sind Bestandteile der Knorpelmasse und Knorpelflüssigkeit. Alles über ihren Einfluss im Körper und inwiefern die Einnahme von Glucosamin-Kapseln sinnvoll sein kann.

Ausreichend Bewegung und regelmäßiger Sport sind der Schlüssel für unser Wohlbefinden bis ins hohe Alter. Umso wichtiger ist es, dass wir dafür sorgen, dass unser tragendes Gerüst ebenfalls fit bleibt. Neben Kollagen spielt Glucosamin eine bedeutende Rolle für die Struktur von Knorpel oder Bindegewebe. Doch inwiefern harmonieren Glucosamin und Chondroitin in ihren Funktionen?

Was genau ist Glucosamin?

Ein schneller Ausflug in die Biochemie: Glucosamin ist ein Aminozucker, der aus Glukose und einer Aminogruppe besteht. Ein Kohlenhydrat mit einer speziellen Eiweißstruktur quasi.

Gut zu wissen: Glucosamin ist eine Vorstufe der Hyaluronsäure.

Der Aminozucker ist der Hauptakteur für die Bildung von sogenannten Glykosaminoglykanen. Sie sind wiederum wichtige Bausteine von Knorpeln, Bindegewebe und Gelenkflüssigkeit. (1)

Unser Körper kann den natürlichen Aminozucker in geringen Mengen selbst herstellen. Im Alter nimmt die Produktion von Glucosamin jedoch nach und nach ab. Das ist in der veränderten Beschaffenheit des Bindegewebes und der Knorpelmasse spürbar.

Das Power-Duo: Einfluss von Glucosamin und Chondroitin

Ziemlich beste Freunde: In Glucosamin-Kapseln findest du häufig die Kombination von Glucosamin und Chondroitin. Beim Chondroitin handelt es sich ebenfalls um ein natürliches Zuckermolekül, das im Gewebe an Eiweiße gebunden ist und Hauptbestandteil des Knorpels sowie der Knochen und des Bindegewebes ist. Im Körper wird das Chondroitin größtenteils wiederum zu Glucosamin und Glucuronsäure abgebaut.

Das Duo ist ein essentieller Bestandteil des Knorpelgewebes.

Unterschied zwischen Glucosamin und MSM

Der unbedenkliche organische Schwefel namens MSM ist ein Baustein für schwefelhaltige Aminosäuren (z.B. Methionin), die wiederum Bausteine für Proteine sind. Daher gilt MSM als einer der wichtigsten Nährstoffe für Gewebe, Knorpel, Sehnen, Bänder, Haare und Nägel. Als Bestandteil von Proteinen trägt MSM indirekt zum Erhalt der Muskelmasse bei.*

In welchen Lebensmitteln ist Glucosamin enthalten?

In alltäglichen Lebensmitteln ist Glucosamin kaum enthalten. Als natürliche Glucosaminquellen zählen zum Großteil Meerestiere wie Muscheln, Krabben, Garnelen, Hummer oder Haifische. Aber auch Insekten oder einige wenige Pilzarten könnten Glucosamin liefern. Das Chondroitin wird hauptsächlich aus Rindern, Schweinen und Haifischen gewonnen.

Gibt es vegane Glucosamin-Tabletten?

Augen auf beim Kauf von Glucosamin-Kapseln! Die Mehrheit der synthetisch hergestellten Glucosamin-Supplements besteht aus dem Stoff Chitin, der von Krustentieren wie Krabben oder Garnelen stammt.

Doch es gibt auch vegane Glucosamin- und Chondroitin-Produkte. Achte dabei auf die Angabe der folgenden Stoffe: D-Glucosaminsulfat und Phytodroitin™.

Das D-Glucosaminsulfat wird durch einen aufwendigen Fermentationsprozess beispielsweise aus Mais oder Pilzen hergestellt. Es handelt sich dabei um ein Schwefelsäuresalz des D-Glucosamin. (2) Hier schließt sich der Kreis: Das D-Glucosamin produziert bekanntlich die Glykosaminoglykane, die wiederum für die Knorpel gebraucht werden. Et voilà!

Im Phytodroitin™ steckt pflanzliches Chondroitin aus Meeresalgen. (3)

Für welche Risikogruppen wird Glucosamin nicht empfohlen?

Personen, die an einer Allergie gegen Fisch, Meeresfrüchte, Krustentiere und Meeresalgen leiden, sollten von der Einnahme von Glucosamin-Präparaten absehen.

Ebenfalls wird Schwangeren, stillenden Personen und Jugendlichen unter 18 die Anwendung der Nahrungsergänzungsmittel nicht empfohlen, da keine Studien über Risiken für diese Personengruppen existieren. (4)

Menschen, die an Diabetes, Glukoseintoleranz, Nierenschwäche oder Asthma leiden, sollten nur nach fachlicher Absprache und unter fachlicher Aufsicht Glucosamin-Produkte verwenden. (4, 5)

Zudem kann es zu Wechselwirkungen zwischen Glucosamin und Medikamenten wie beispielsweise Blutverdünnern oder Antibiotika kommen. Personen, die solche Medikamente verwenden, sollten Glucosamin-Präparate nur nach fachlicher Beratung und unter Aufsicht einnehmen. (5)

Gibt es einen negativen Einfluss von Glucosamin-Präparaten?

In der üblichen Glucosamin-Dosierung von 1.250 Milligramm täglich waren bisher keine Nebenwirkungen erkennbar, da das Glucosamin eine körpereigene Substanz ist. (5)

Für das Chondroitin wird eine Dosierung von 800–1.200 Milligramm pro Tag empfohlen. Alles darüber hinaus kann Magen-Darm-Beschwerden sowie Kopfschmerzen oder Schwindel hervorrufen. (6)

*Proteine tragen zu einer Zunahme an Muskelmasse und zur Erhaltung der Muskelmasse bei.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel enthalten lediglich allgemeine Hinweise. Aufgrund fehlender Health Claims dürfen wir keine gesundheitsbezogenen Aussagen zu dem beschriebenen Stoff ausloben, sondern uns ausschließlich auf das biologische, anatomische Vorkommen beziehen. Bei weiteren Fragen empfehlen wir dir eine fachliche Beratung.

Quellen:

(1) I. Elmadfa, C. Leitzmann (2019): Ernährung des Menschen, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, 6. Auflage, S. 292.

(2) Deutsche Apotheker Zeitung, Dr. P. Jungmayr (2015): Langzeiteffekt mit D-Glucosaminsulfat, abgerufen am 07.09.2022: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2005/daz-33-2005/uid-14444

(3) Pro Tec Nutra (2021): Phytodroitin™, abgerufen am 07.09.2022: https://protecnutra.com/phytodroitin/

(4) Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Glucosamin, abgerufen am 07.09.2022: https://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/glucosamin-10083.html

(5) Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, 2013): Glucosaminhaltige Nahrungsergänzungsmittel können ein Gesundheitsrisiko für Patienten darstellen, die Cumarin-Antikoagulantien als Blutgerinnungshemmer einnehmen, abgerufen am 07.09.2022: https://www.bfr.bund.de/cm/343/glucosaminhaltige_nahrungsergaenzungsmittel.pdf