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Kleine Samen – großartiges Bauchgefühl

Kleine Samen – großartiges Bauchgefühl

Lesezeit: 6 min

Auf die Größe kommt es an? Diese kleinen Kraftpakete beweisen das Gegenteil! Sie sind nur ein paar Millimeter groß, doch Flohsamen bringen eine Menge mit, was sich der Körper und vor allem dein Darm zunutze machen können – angefangen bei Ballaststoffen über Flavonoide bis hin zu Schleimstoffen. Was wofür gut ist und wie du Flohsamen in deine Ernährung einbauen kannst, erfährst du hier.

Klein, aber Floho!

Wer sie als reines Trend-Food abtut, der irrt: Die Geschichte der Flohsamen reicht richtig weit zurück. Damals– etwa vor 2.000 Jahren– wurde die wohltuende Pflanze, in der die nur 2–2,5Millimeter kleinen ovalen Samen enthalten sind, in Indien genutzt, um für eine glückliche Körpermitte zu sorgen. Und Hildegard von Bingen setzte sie zur Entschlackung und Entgiftung des Körpers ein, wie sie in ihrem Naturkundebuch schreibt. Das Pflanzen-Talent mit dem etwas sperrigen Namen „Plantago ovata“ zählt übrigens zur Familie der Wegeriche und ist in Indien, Afghanistan und Nordafrika beheimatet.

Warum Flohsamen überhaupt Flohsamen heißen? Ganz einfach: Wenn die Samen, die in der Kapsel der Pflanze heranwachsen, reif sind, springen sie heraus und erinnern dabei an hüpfende Flöhe. Was die vielseitigen Samen sonst noch so draufhaben? Let’s jump into it! 

Weil innere Werte zählen

Aber was bewirken Flohsamen eigentlich im Körper? Die kleinen Samen sind vor allem reich an Ballaststoffen. Beachte den Unterschied: Es gibt unlösliche und lösliche Ballaststoffe, in Flohsamen sind vor allem die wasserlöslichen enthalten. Und die sind gesundes Futter für unsere Darmbakterien, die beim Zucker- und Fettstoffwechsel, bei der Immunabwehr sowie für das Nervensystem eine Rolle spielen. Beeindruckend, oder? Das ist aber noch nicht alles. Flohsamen enthalten zudem Flavonoide. Diese Antioxidantien haben einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, den Blutdruck und das Immunsystem. Wir sind begeistert von so viel elementarer Kraft aus so kleiner Quelle. Du nicht auch?

Weiche Schale, reichhaltiger Kern

Der getrocknete Samen enthält neben den nützlichen Ballaststoffen auch Proteine und Fette – die stecken im Kern. Daraus ergeben sich großartige Nährwerte. Der Anteil an Kohlenhydraten und der Kaloriengehalt sind dafür gering. Mit gerade mal 21 Kalorien pro 100 Gramm sind die kleinen Samen ein echt leichter Snack.

Flohsamenschalen sind am weitesten verbreitet. Dafür gibt es einen einfachen Grund: In den Schalen stecken die meisten Schleimstoffe. Klingt nicht so sexy, aber an sie binden sich Cholesterin und Triglyceride, die dann nicht ins Blut gelangen, sondern ausgeschieden werden. Sinnvolle Sache, denn von beiden Fetten solltest du nicht zu viel im Körper haben. Die Schleimstoffe in den Samen quellen übrigens bis auf das 20-Fache ihres Volumens auf. Das ist einerseits gut für deine Darmbewegung und kann andererseits dazu führen, dass du dich länger satt fühlst. Das macht die Samen als leichten Snack sogar noch attraktiver.

Viele Wege führen ins Essen

Falls du dich jetzt fragst, wie du die kleinen Samen am besten und einfachsten in deine Ernährung einbauen kannst – da gibt es reichlich Möglichkeiten! Lass eine kleine Portion in Wasser, Milch oder Saft vorquellen und füge die Masse beispielsweise deinem Müsli oder Smoothie bei. Flohsamen sind aber auch ein nützliches Bindemittel für die glutenfreie Ernährung oder für vegane Gerichte.

Hättest du außerdem gedacht, dass sich Flohsamen noch kleiner machen können? Na gut, nicht von allein, aber wenn die Schalen gemahlen werden, entsteht ganz feines Flohsamenschalenmehl. In Kombination mit anderen Mehlsorten eignet es sich richtig gut zum Backen oder Kochen, beispielsweise von Puddings, Sattmach-Pancakes oder Low-Carb-Gerichten.

Extratipp: ein Esslöffel Flohsamenschalenmehl mit drei Esslöffeln Wasser vermischen und als Ei-Ersatz nutzen.

Warum Flohsamen Wasser lieben

Grundsätzlich ist es wichtig, die Flohsamen mit viel Flüssigkeit einzunehmen. Warum? Sie haben die Eigenschaft, aufzuquellen – das gilt für die Schalen ganz besonders. Sie binden also viel Wasser und ziehen sich das bei Bedarf aus deinem Körper. Das ist aber nicht der Effekt, den wir uns für dich wünschen. Stattdessen ist das Ziel, dass du die enthaltenen Ballaststoffe optimal verwerten kannst. Also ausreichend trinken nicht vergessen!

Die meisten Flohsamen werden übrigens in Indien produziert. Du erkennst sie an ihrer blassrosa bis nussbraunen Farbe. Die Flohsamen, die in Europa wachsen, sehen anders aus und sind eher hell- bis schwarzbraun sowie langkörniger. Der Ballaststoffgehalt kann ebenfalls unterschiedlich sein. Zum beliebten Superfood zählen sie aber beide und wir finden: Mehr Auswahl ist nie verkehrt. So findest auch du deinen Favoriten – für eine perfekte Wohlfühl-Körpermitte.

Flohsamen sind genau das Richtige für ein gutes Bauchgefühl und einen glücklichen Darm. Das liegt vor allem an ihrem hohen Ballaststoffgehalt, regen Ballaststoffe doch bekanntermaßen die Verdauung an. Das Tolle: Du kannst Flohsamen richtig vielseitig in deine Mahlzeiten integrieren. Yeah!