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MSM – organischer Schwefel macht dir Beine

MSM – organischer Schwefel macht dir Beine

Lesezeit: 5 min

Klingt chemisch, ist aber durchaus natürlich: Methylsulfonylmethan, besser bekannt als MSM. Der Stoff mit dem sperrigen Namen hat in kurzer Zeit eine beachtliche Karriere bei körperbewussten Menschen hingelegt. Hier erfahrt ihr mehr über die Verbindung, die viel(e) in Bewegung bringt.

MSM – mein Schwefel-Star?

MSM ist in aller Munde. Noch vor wenigen Jahren völlig unbekannt, werden dem Stoff immer mehr positive Einflüsse auf den Körper zugeschrieben. Von Sportsfreund bis Beauty-Buddy: MSM scheint ein wahres Multitalent zu sein. Was selbstverständlich auch daran liegen könnte, dass dessen Basis – Schwefel – ohnehin eine essenzielle Rolle in unserem Stoffwechsel einnimmt und an zahlreichen Prozessen von Kopf bis Fuß beteiligt ist. Dass unser Organismus zu 0,2 Prozent aus Schwefel besteht, klingt dabei erst einmal nicht viel. Damit aber ist das gelbe Element der dritthäufigste Mineralstoff in deinem Körper.

Schwefel? Wirklich dieser Stoff, der als Inbegriff von Chemie und Gestank gilt? Ja, genau der! Anders als Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium oder Calcium fristete Schwefel allerdings bisher eher ein Schattendasein, trotz seiner ebenso wichtigen Rolle im Körper. Schauen wir ihn uns daher genauer an …

Schwefel oder Schwefel?

Schwefel gibt es in zwei Formen: gebunden mit anderen Elementen als organischer Schwefel, aber auch als reiner, anorganischer Schwefel, der sogar manchmal einfach in der Erde unter deinen Füßen zu finden ist. Zugegeben: meist im Umfeld von Vulkanen und nicht in deinem Garten. Schon vor tausenden Jahren nutzten Chinesen und Ägypter und später auch die alten Griechen den gelben Schwefel in verschiedenen Anwendungen für ihr Wohlbefinden und zur Desinfektion. Seinen stechenden Geruch kennst du bestimmt: Nicht nur in Vulkanen oder Vulkanasche, sondern auch in Silvesterböllern steckt anorganischer Schwefel. Die eigentlich geruchlosen Kristalle verbrennen an der Luft zu Schwefeldioxid.

MSM – also Methylsulfonylmethan – dagegen ist eine organische Schwefelverbindung, die ganz natürlich in Pflanzen und allen Lebewesen steckt, beispielsweise als Bestandteil von Aminosäuren, Proteinkomplexen und Enzymen. Auch diese Art Schwefel kann einen starken Geruch entwickeln – nämlich dann, wenn er sich zersetzt und zu Schwefelwasserstoff reagiert. Das geschieht beispielsweise beim Kochen von Eiern, die bekanntlich viele Proteine enthalten, die auch aus schwefelhaltigen Aminosäuren gebildet werden.

Ganz schön flexibel

Von der Chemie nun zu dir: MSM ist eine wichtige Quelle für Schwefel in deinem Körper. Konkret fungiert dieser als Baustein für schwefelhaltige Aminosäuren, die wiederum für den Aufbau von Proteinen nötig sind. Was die leisten, wissen nicht nur Sportler: Nur durch Proteine kann Gewebe im Körper aufgebaut und erhalten werden. Dazu gehören Muskeln, Knorpel, Sehnen, Bänder, aber auch Haare und Nägel.

Beispiel gefällig? MSM ist ein Baustein der schwefelhaltigen Aminosäure Methionin. Diese wiederum stellt das Antioxidans Glutathion her, das eine wichtige Rolle bei der Bildung von Proteinen, von Hormonen wie Adrenalin oder Serotonin und von Stoffen wie Kreatin spielt.

Besonders Kreatin ist interessant, wenn du im Fitnessstudio mehr Gewicht auf deine Hantel packen willst: Die Kohlenstoff-Stickstoff-Verbindung übernimmt eine Hauptrolle beim Energiestoffwechsel in der Skelettmuskulatur und pusht deine Leistung besonders bei kurzen, intensiven Herausforderungen. Am Anfang deines persönlichen Rekordes stand also vielleicht MSM.

Fürs Spieglein an der Wand

Ob MSM auch eine Wirkung auf deinen Look hat? Die Chancen stehen gut, dass der organische Schwefel über den Umweg der schwefelhaltigen Aminosäuren für Freude beim Blick in den Spiegel sorgt. Spotlight auf genau diese Aminosäuren, als da wären: Methionin und Cystein als Bausteine von Keratin. Das Strukturprotein Keratin kennen wir, es ist eines der wichtigsten Proteine im Körper und spielt eine besonders große Rolle für – tadaa – Haut, Haare, Nägel und andere Gewebe. Wahre Schönheit kommt also wirklich (auch) von innen.

MSM – aus Nahrung oder als Kapsel?

Und bringt die zusätzliche Einnahme von MSM wirklich etwas? Immer mehr Menschen glauben: ja. Schließlich kann dein Körper es nicht selbst herstellen, du musst den organischen Schwefel also auf irgendeine Art aufnehmen. Das kann auch sehr lecker sein, beispielsweise mit Avocados, Eiern, Lauch, Nüssen und Hülsenfrüchten, aber auch über Fisch und Meeresfrüchte, Milch und Fleisch. Lebst du vegan oder vegetarisch oder ernährst du dich meist von stark verarbeiteten Gerichten, vielleicht lagerst du Lebensmittel lange im Kühlschrank? Dann achte genau auf deinen Körper und mögliche Mangelerscheinungen.

In der Natur zeigt sich ein Schwefelmangel bei Pflanzen schnell an den Blättern: Sie vergilben und rollen sich ein. So einfach ist das bei dir nicht zu erkennen. Aber falls du beispielsweise ständig gähnst oder jeden Schritt spürst, kann das an zu wenig Schlaf, deinem Alter oder eben an einem Nährstoffmangel liegen.

MSM als Nahrungsergänzung wird heute meist im Zusammenhang mit Beauty und allgemeiner Fitness genannt. Überraschenderweise nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Tieren, besonders Pferden: Zahlreiche Halter schwören auf MSM für ihre Rosse, die damit Top-Leistung von Sprint bis Sprung bringen und nebenbei noch mit einer prachtvollen Mähne glänzen sollen.

Unsere Empfehlung für Menschen mit schönen und sportlichen Zielen: Wenn du zur Nahrungsergänzung mit MSM zusätzlich Vitamin C einnimmst, machst auch du vielleicht größere Sprünge. Denn Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knochen bei.